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Geborgenheit für die Schwächsten
Ursprünglich 1951 für Kinder gegründet, die den Holocaust überlebten, ist das Kinderdorf im Laufe der Jahrzehnte zu einem Hort gegen Hoffungslosigkeit und Angst geworden: Sozial benachteiligte, schwerst geschädigte und traumatisierte Kinder aus so verschiedenen Ländern wie Russland oder Äthiopien finden hier Hilfe. Krieg, Not, Verwahrlosung, Gewalt - jedes Kind in Kiriat Yearim hat einen schweren Weg hinter sich.
Das Kinderdorf bietet ihnen für drei bis sechs Jahre ein neues Zuhause mit festen Tagesstrukturen und emotionalem Rückhalt. Hier werden sie liebevoll betreut, schulisch gefördert und therapeutisch begleitet. Zentraler Grundsatz ist die Förderung von Selbstverantwortung, Toleranz und Gemeinschaftssinn.
Eines unserer Hauptziele ist es, den Jugendlichen berufliche Perspektiven zu schaffen. Voraussetzung dazu ist ein erfolgreicher Schulabschluss. Viele der hier betreuten Kinder haben zwar eine Schule besucht, doch die meisten kämpften mit grossen Lern- und Konzentrationsproblemen. Die Schulung der Kinder basiert auf der von Professor Ruben Feuerstein entwickelten und weltweit angewandten Methode des Instrumental Enrichment. Die Kinder werden dabei mit viel menschlicher Wärme und einem breiten Therapieangebot des dorfeigenen Therapiezentrums unterstützt. Angeboten werden Mal- und Musiktherapie, Körpertherapie, Alexandertechnik, Spiel- und Gesprächtherapie. Nach drei bis sechs Jahren im Kinderdorf sind die meisten gut aufs Leben vorbereitet. Die Schule wird weiter ausgebaut mit dem Ziel, den Jugendlichen in Zukunft im Dorf den Highschool-Abschluss zu ermöglichen. Schliesslich sind sie auch während dieser Zeit noch auf unterstützende Hilfe und Therapien angewiesen.
Die Freizeitgestaltung ist ein wichtiger Bestandteil des Dorflebens. Es wird grossen Wert darauf gelegt, dass die Kinder auch in ihrer Freizeit eine intensive Betreuung geniessen. Mit viel Eifer wird das breitgefächerte Angebot genutzt, selber mitgestaltet und ständig erweitert: Musikunterricht, Sport, Werken, Theaterspiel, Garten und Biotop, Streichelzoo, eigene Pfadigruppe.
Ein eigenes Labor konnten wir im Jahr 2001 unter der Leitung von Prof. Parnas (Hebrew University) eröffnen. Die Schüler werden dort von der siebten bis zur neunten Klasse mit verschiedenen naturwissenschaftlichen Themen konfrontiert . Mit diesem Programm öffnen wir die psychologischen Barrieren, welche im Bezug auf Naturwissenschaften bestehen.
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