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Bildungsprogramme für die israelisch-arabische Bevölkerung

Seit 1969 unterstützt unser Hilfswerk in Zusammenarbeit mit dem arabischen «Trust of Programmes for Early Childhood, Family and Community Education» diverse arabische Erziehungsprojekte in Israel, früher im Ostteil Jerusalems, heute vor allem in Ramle und im Negev, wo wir unsere Hilfe hauptsächlich auf die Bevölkerung in den «unrecognized cities» konzentrieren, also auf jene Siedlungen, die von der israelischen Regierung nicht anerkannt sind. Wir ziehen keinen Trennstrich zwischen der jüdischen und der arabischen Bevölkerung Israels - vielmehr setzen wir uns für die Chancengleichheit im Bildungsbereich ein.

In enger Zusammenarbeit mit dem Gründer und Leiter des Trusts bestimmen und unterstützen wir jene Projekte aus seinem Programm, die unserem Leitbild entsprechen.

Über den Leiter des Trust

Farid Abu Gosh wurde 1949 in einem Dorf in der nähe Jerusalems geboren, wo er auch heute mit seiner Familie lebt. Er besuchte das Gymnasium und studierte anschliessend Sozialpädagogik in Jerusalem. Während seiner Jerusalemer Lehrjahre musste er oft erleben, was für Urteile Menschen über andere zu fällen imstande sind, ohne sie auch nur zu kennen. Mit den herrschenden Vorurteilen konfrontiert, entschied er sich schon früh, sich aktiv für eine bessere Verständigung der beiden Völker einzusetzen. Nach Studienabschluss begann er, sich für die Erziehung von Kindern, für Familienbildung und Gemeindearbeit zu engagieren. Er baute Projekte in Ost-Jerusalem und vielen anderen Orten auf. Seine Arbeit ist sein Lebensinhalt und basiert auf der Philosophie, Menschen dabei zu unterstützen, die Verantwortung für ihr Schicksal selbst zu übernehmen, damit sie agieren können, anstatt nur zu reagieren. Er hat es immer abgelehnt, einen eindeutigen politischen Standpunkt zu vertreten oder sich mit der einen oder anderen Gruppierung zu identifizieren. Folglich wurde immer wieder versucht, ihn irgendwo einzuordnen. Offensichtlich fällt es schwer, ihn als jemanden zu sehen, der eine professionelle Arbeit aus Freude und um der Arbeit willen macht.

2004 wurde seine Biographie von Carmen Treppte nacherzählt. Sie erschien unter dem Namen «Farid Abu Gosh - Palästinenser, Israeli, Pädagoge - Ein Leben im Spagat» und kann bei Kiriat Yearim telefonisch unter 044 383 07 33 oder per E-mail bestellt werden.

Erfahren Sie mehr über die von uns unterstützten Projekte unter dem Link einzelne Projekte.

«Selbstachtung kann nicht durch Hass auf andere Menschen aufgebaut werden. Nur wer sich selbst achtet, kann auch andere respektieren. Ohne die kontinuierliche, warmherzige Freundschaft und Unterstützung der Schweizer Freunde können unsere so notwendigen Aktivitäten in Ramle und im Negev nicht fortbestehen.»